BookElements: Die Magie zwischen den Zeilen

BookElements: Die Magie zwischen den Zeilen ist der Auftakt der Jugendbuch-Bestseller-Trilogie um herausgelesene Buchfiguren, die von den Wächtern der Bibliotheca Elementara in ihre Buchwelten zurückgeschickt werden.

Verliebe dich niemals in eine Romanfigur, denn sie könnte dich suchen kommen…

Inhalt:

Wenn die Leute nur wüssten, wie gefährlich Lesen ist, wäre Lins Job um einiges leichter. Aber leider verlieben sich täglich Mädchen in Romanfiguren und hauchen ihnen mit jedem schwärmerischen Seufzer etwas mehr Leben ein – bis die Figuren aus den Büchern heraustreten und Lin sie wieder einfangen muss. Vampire, Außerirdische, Bad Boys … Als Wächterin der Bibliotheca Elementara kennt Lin sie alle – außer Zacharias, den Helden ihres Lieblingsbuchs »Otherside«. Dabei würde sie ihm nur zu gerne einmal begegnen…


Weitere Bände der Reihe:

BookElements-Trilogie

Band 1: BookElements: Die Magie zwischen den Zeilen

Band 2: BookElements: Die Welt hinter den Buchstaben

Band 3: BookElements: Das Geheimnis unter der Tinte

BookElements e-Box: Alle drei Bände in einer E-Book-Box


Infos zu signierten Exemplaren von BookElements: Die Magie zwischen den Zeilen gibt es hier.


Leseprobe aus BookElements: Die Magie zwischen den Zeilen

Für alle, die täglich kämpfen, leiden und sich verlieben.
Für diejenigen, die mitfiebern, lächeln und weinen.
Für all jene, die bereits etliche Leben gelebt haben.
Für jeden Leser.

Prolog

Ich durfte keine Bücher besitzen.
Ganz gleich, wie oft man es mir eingebläut hatte, ganz gleich, wie genau ich wusste, dass es mir verboten war, außerhalb des Instituts zu lesen – ich konnte dem Drang nicht widerstehen. Nicht nach dem heutigen Tag.

Der kleine Laden, der wie aus dem Nichts vor mir aufgetaucht war, sprach all meine Sinne auf einmal an. Die zwei kleinen Schaufenster rechts und links der Tür waren von zarten Eisblumen bedeckt, die den Blick auf die uralten Bücher verzerrten. Das Holzschild über dem Eingang quietschte im Schneegestöber leise und versetzte mich in eine andere Zeit. Als ein Mann das Geschäft verließ, brachte er den Duft von alten Büchern, Staub und Leder mit nach draußen – den Geruch der Bibliotheca Elementara. Dann glitt die Tür langsam hinter ihm zu und das Geräusch von kleinen Glöckchen ertönte, die mir zuzurufen schienen, wie einst die Sirenen ihre Opfer zu sich gerufen hatten.

›MacMillan’s Bookshouse‹ übte eine Macht auf mich aus, der ich mich wider besseres Wissen nicht entziehen konnte. Mein Herz klopfte, als ich meine Hand auf den kalten Messingknauf legte und mit etwas Druck die Tür öffnete. Der Reiz des Verbotenen.
Ich holte tief Luft und betrat begleitet von der Melodie der Glöckchen die Buchhandlung. Sofort ummantelte mich der intensive Geruch von Abertausenden geschriebenen und gedruckten Wörtern und ließ mich trotz der plötzlichen Wärme erschaudern. So viele Geschichten, so viele Emotionen auf kleinstem Raum. Wie von einem unsichtbaren Band gezogen trat ich an eins der seitlichen Regale, meine Hand erhob sich ohne mein Zutun und griff nach einem in rotes Leder gebundenen Buch.

Wenn es Liebe auf den ersten Blick wirklich gibt, wie es so oft erzählt wird, dann traf mich Amors Pfeil in diesem Moment der ersten Berührung. Ich wusste, ich würde alles dafür tun, würde mich über sämtliche Bestimmungen hinwegsetzen und alle mir auferlegten Verbote missachten – nur um es zu besitzen.

Und egal, wie laut sich in meinem Kopf eine kleine flüsternde Stimme regte, die mir sagte, ich solle es nur niemals aufschlagen, ich ignorierte sie.
Hier wollte ich es auch gar nicht aufschlagen, wollte nicht auf mich aufmerksam machen. Daher blickte ich mich verstohlen um, presste das Buch an meine Brust, genoss den Duft des Leders, der zu mir aufstieg, und ging zu dem kleinen hölzernen Tresen, hinter dem ein Mann mit grauen Haaren und Brille saß.

Erst als ich mich räusperte, blickte er von dem dicken Wälzer vor sich auf. Widerwillig legte ich das rote Buch auf den Tresen und schob es zu ihm hin. Ich zitterte, mein Herz klopfte. Was, wenn er mich erkannte? Wenn er wusste, was ich war? Er nahm das Buch in die von Altersflecken übersäten Hände, musterte es und betrachtete mich anschließend aus zusammengekniffenen Augen.

Er weiß es, flüsterte die Stimme in mir und drängte mich dazu, so schnell wie möglich von hier zu verschwinden. Doch ich widersetzte mich ihrem Rat und holte langsam Luft. Der Moment verging wie in Zeitlupe, eine gefühlte Unendlichkeit, bis sich der alte Mann der antiken Registrierkasse zuwandte und den Betrag eintippte. Mit einem Klingeln öffnete sich die Schublade, während er mir den Preis nannte. Ich schluckte und zog mein Portemonnaie aus der Umhängetasche. Mein letztes Geld wanderte in die Hände des Alten und weiter in den Rachen der Registrierkasse. Wortlos packte er das rote Buch in ein Papier und reichte es mir.

Als es sich wieder in meiner Obhut befand und ich es sorgfältig in meine Tasche packte, beruhigte sich mein Herzschlag sofort. Ich bemerkte, dass ich den Atem angehalten hatte, und ließ ihn in einem Zug entweichen. Ohne zu grüßen, verließ ich den Laden.
Der helle Klang der Glöckchen über der Tür kam mir nun wie ein Alarm vor. Eilig hastete ich die Gasse entlang, eine unerklärliche Angst im Nacken, dass sie mich jeden Moment erwischen könnten. Das, was ich vorher als Kick des Verbotenen empfunden hatte, wich einem schlechten Gewissen. Es war verboten, eine unserer obersten Regeln.
Ich nahm mir fest vor, das Buch noch vor der Ankunft in der Akademie loszuwerden, aber ich konnte es nicht. Ich spürte all das Leid, das ich ihm damit zufügen würde.
Meine Tasche fest an mich gepresst betrat ich den weitläufigen Eingangsbereich der Akademie, durchquerte ihn hastig und eilte die geschwungenen Stufen zu den Wohnsälen hinauf. Jemand rief meinen Namen, aber ich ignorierte die Stimme.

In meinem Zimmer beruhigte sich mein Herzschlag wieder. Langsam, beinahe andächtig holte ich das in Papier gewickelte Buch aus meiner Tasche, packte es vorsichtig aus und strich sorgsam über den roten Ledereinband.
Was hatte dieses Buch an sich, das mich so anzog? Warum rief es lauter nach mir als all die Milliarden von anderen Büchern dort draußen?
Das sollte ich ein paar Jahre später herausfinden.

Eine ausführliche Leseprobe zu BookElements: Die Magie zwischen den Zeilen gibt es hier auf der Verlagsseite.


Hier gibt es eine Übersicht der Blogtourbeiträge zu BookElements: Die Magie zwischen den Zeilen.



 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here